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Wie das Haar für Haarverlängerungen verarbeitet wird

2026-03-30 10:44:56
Wie das Haar für Haarverlängerungen verarbeitet wird

Die Verarbeitung von Rohhaar ist ein mehrstufiger industrieller (und manchmal handwerklicher) Prozess, der darauf ausgelegt ist, das Haar zu reinigen, zu desinfizieren, zu sortieren und auszurichten, damit es sich wie eine natürliche, gesunde Haarpracht verhält.

Im Folgenden wird der Verarbeitungsprozess von Rohhaar von der Ernte bis zum Endprodukt Schritt für Schritt erläutert.

Beschaffung und Sortierung

Der Prozess beginnt mit dem Ausgangsmaterial. Die meisten hochwertigen menschlichen Haare stammen aus Ländern wie Indien, China, Brasilien und Russland, häufig aus religiösen oder kulturellen Spenden (z. B. das Tempelhaar aus Indien, das von Pilgern gespendet wird).

• Erstsortierung: Bei Ankunft in einer Verarbeitungsanlage wird das Haar ausgekippt und nach Länge sortiert. Es ist oft noch verfilzt und kann kurze Haare, Knoten oder Verunreinigungen enthalten.

• Richtung der Kutikula: Dies ist der entscheidendste Teil des Verfahrens. Hochwertiges „Kutikulahaar“ (auch als „Kutikula intakt“ bezeichnet) erfordert, dass alle Haarsträhnen in dieselbe Richtung verlaufen (von der Wurzel zur Spitze). Wenn die Strähnen durcheinander sind (einige mit der Wurzel nach oben, andere mit der Wurzel nach unten), reiben sich die Haare gegeneinander, was zu schweren Verwirrungen und Verfilzungen beim Träger führt. Hersteller gewährleisten diese Ausrichtung entweder manuell (bei Luxushaar) oder mithilfe von Maschinen, die die Wurzelknolle oder die sich verjüngende Spitze erkennen.

Waschen und Desinfizieren

Rohhaar ist verschmutzt. Es enthält Öle, Schmutz, Bakterien und oft einen starken natürlichen Geruch.

• Chemische Bäder: Das Haar wird in Tanks mit Reinigungsmitteln, Antiseptika und Entfettungsmitteln eingeweicht.

• Desinfektion: Starke Antiseptika werden eingesetzt, um Bakterien und Pilze abzutöten. Dieser Schritt ist entscheidend für die Sicherheit, da Rohhaar Krankheitserreger aus dem Herkunftsland enthalten kann.

• Entgeruchung: Spezielle Chemikalien werden verwendet, um den natürlichen „menschlichen“ Geruch des Haares zu neutralisieren, sodass es geruchsneutral oder leicht parfümiert bleibt.

Der „Remi“-Prozess (Schuppenschicht-Ausrichtung)

Sie hören oft den Begriff „Remy“-Haar (oder „Remi“-Haar). Dies ist keine Marke, sondern eine Verarbeitungsqualität.

• Was es ist: Remy-Haar ist Haar, bei dem die Cuticula (die winzigen, überlappenden Schuppen, die den Haarschaft bedecken) vollständig intakt bleiben und alle in dieselbe Richtung weisen.

• Warum es wichtig ist: Denn die Cuticula wirken wie Widerhaken an einer Feder. Wenn sie alle nach unten (in Richtung Haarspitzen) weisen, liegen sie glatt an. Sind sie durcheinandergeraten, verhaken sie sich und verursachen Knoten.

• Verarbeitung: Um dies zu erreichen, stellen Arbeiter oder Maschinen sorgfältig sicher, dass die Wurzelenden zusammengebündelt werden. Dies ist der arbeitsintensivste Teil der Verarbeitung und der Hauptgrund dafür, dass Remy-Haar deutlich teurer ist als Nicht-Remy-Haar.

Säurebad (Cuticula-Ausrichtung)

Auch nach der Ausrichtung des Haares stehen die Cuticula naturgemäß auf oder werden beim Handling rau.

• Der Prozess: Das sortierte Haar wird in eine saure Lösung (häufig eine milde Zitronen- oder Essigsäure) getaucht.

• Die Wissenschaft: Haar hat einen natürlichen pH-Wert von etwa 4,5 bis 5,5. Wenn das Haar alkalisch (hoher pH-Wert) ist, öffnen sich die Schuppenscheiden. Ist es sauer, ziehen sich die Schuppenscheiden zusammen und legen sich glatt an. Diese Säurebehandlung verschließt die Schuppenscheiden fest am Haarschaft und macht das Haar dadurch sofort glatter, glänzender und weniger anfällig für Verwirrungen.

Chemische Entfärbung (optional)

Nicht alle Haare durchlaufen diesen Schritt. Wenn das Haar in einer Farbe verkauft werden soll, die von seiner natürlichen schwarzen oder dunkelbraunen Farbe abweicht, muss es zunächst entfärbt werden.

• Aufhellung: Das Haar wird in eine Wasserstoffperoxid- oder Bleichlösung getaucht. Im Gegensatz zur Haarbleiche auf der Kopfhaut (die schnell erfolgt), wird die industrielle Bleiche von gewonnenem Haar sorgfältig dosiert, um das natürliche Melanin zu entfernen, ohne die Struktur des Haarschafts zu beschädigen.

• Ergebnis: Das Haar färbt sich zunächst rötlich-orange, dann hellgelb oder „platinblond“. Dieses entfärbte Haar dient als Grundlage. Anschließend wird es mit synthetischen Pigmenten eingefärbt, um einheitliche Farbtöne wie Honigblond, Ombre oder Burgundrot zu erzielen.

Silikonbeschichtung (der „Gleiteffekt“)

Nahezu alle kommerziell verkauften Haarverlängerungen durchlaufen ein Silikonbad.

• Der Prozess: Das Haar wird in eine Badewanne mit Silikon (häufig Dimethicon oder Amodimethicon) getaucht.

• Der Zweck:

• Gleiteffekt: Dadurch wird das Haar extrem rutschig und lässt sich mühelos kämmen.

• Glanz: Es füllt mikroskopisch kleine Lücken in der Schuppenschicht aus und erzeugt eine reflektierende, glänzende Oberfläche.

• Schutz: Es bildet eine Barriere, die das Haar vor Luftfeuchtigkeit und geringfügigen Hitzeschäden schützt.

Hinweis: Im Laufe der Zeit wird diese Silikonbeschichtung beim Waschen entfernt. Daher wirken hochwertige Haarverlängerungen nach den ersten Wäschen (sobald das starke industrielle Silikon entfernt ist) oft besser als im Originalzustand, während minderwertige Verlängerungen stumpf und trocken erscheinen, sobald das Silikon abgewaschen ist.

Trocknen und Dämpfen

Nach den chemischen Bädern und der Färbung ist das Haar nass und empfindlich.

• Industrielles Trocknen: Das Haar wird auf Trockengestellen ausgelegt oder in Zentrifugen geschleudert, um überschüssiges Wasser zu entfernen.

• Hitzebehandlung: Das Haar wird durch Dampfkammern oder Glätteisenmaschinen geführt. Dadurch wird das Haar nicht nur getrocknet, sondern auch die Struktur „fixiert“. Bei lockigem oder welligem Haar wird es um Stäbchen (ähnlich wie bei einer Dauerwelle) gewickelt und gedämpft, um das Lockenmuster einzustellen. Bei glattem Haar wird es durch erhitzte Keramikplatten gezogen, um die Haarsträhnen perfekt zu glätten.

Endsortierung und -einstufung

Nach Abschluss der Verarbeitung unterzieht das Haar einer abschließenden Qualitätskontrolle.

• Längensortierung: Das Haar wird maschinell auf exakte Längen zugeschnitten (z. B. 14 Zoll, 20 Zoll). Hersteller müssen bei lockigen Texturen häufig eine mögliche „Schrumpfung“ berücksichtigen.

• Wiegen: Das Haar wird in exakt dosierte Bündel abgewogen (üblicherweise 100 g, 3,5 oz oder 4 oz).

• Qualitätsstufe: Das Haar wird von 7A bis 10A (oder höher, obwohl es keinen universellen Standard gibt) eingestuft. Höhere Stufen bedeuten, dass das Haar zu 100 % Remy ist, eine dicke Webkante aufweist, kaum ausfällt und eine lange Lebensdauer (über 1 Jahr) besitzt.

Zusammenfassungstabelle: Verarbeitungsmethoden nach Qualität

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Falls Sie Haarverlängerungen kaufen möchten, ist der „Remy“-Verarbeitungsschritt der wichtigste Aspekt, auf den Sie achten sollten, da er entscheidet, ob das Haar monatelang hält oder bereits nach wenigen Wäschen zu einem verfilzten Durcheinander wird.